Renaturierung Piepenbeck

Grabenverlauf

Landschaft an der Piepenbeck

Niedermoorbereich im Unterlauf

Trichterbildungen durch eingebrochene Verrohrung

beginnende Ausprägung von Mäandern

für Tiere undurchlässige wasserbauliche Anlage

Datencheck
Projektträger Wasser- und Bodenverband "Teterower Peene"
Gesamtkosten ca. 1,3 Mio €
Finanzierungsanteil OSTSEESTIFTUNG 85.000 €
Zeitraum 2013 – 2015

Ausgangssituation

Die Piepenbeck ist ein Fließgewässer in den ostmecklenburgischen Moränenplatten westlich von Gnoien und Dargun. Sie entwässert über die Warbel, die Trebel und die Peene in die Ostsee. Ihr Einzugsgebiet von 18 km² ist hauptsächlich von Ackerflächen gespeist. Sie ist begradigt und verrohrt worden, ihre Durchgängigkeit für wandernde Tierarten war nicht mehr gegeben.



Projektziele

Als Ergebnis der Renaturierung wird das Erreichen eines ökologischen Zustandes gemäß  Wasserrahmenrichtlinie angestrebt. Hierzu wurde die Verrohrung von der Mündung in die Warbel 2 km aufwärts geöffnet und das Gewässer in einen 4 km mäandrierenden Bachlauf umgewandelt. Durch die Schaffung von Retentionsräumen werden die Nährstofffrachten in die Vorflut vermindert. Die Unterhaltungskosten werden durch die naturnahe Profilierung in diesem Bachabschnitt in Zukunft ebenfalls minimiert.

Ergebnisse

2015 wurde die Verrohrung der Piepenbeck im Unterlauf erfolgreich zurückgebaut und ein naturnahes Gewässerbett geschaffen. Die Bepflanzung der Bachaue erfolgte im Anschluss. Der Bodenaushub wurde auf die anliegende Kronswiese als Sanddecke aufgebracht. Mit dieser Maßnahme ist die Freisetzung klimarelevanter Gase dieses  entwässerten Moorstandortes stark minimiert worden.

Bepflanzung mit Rohrkolben

Binsen und Weide am Ufer

Erlensämling am Bach

begrüntes Bachbett

nach Fertigstellung