Aktiv für den Riedensee

Das 113 ha große Naturschutzgebiet Riedensee beherbergt seltene Lebensraumtypen (Strandsee, Atlantische Salzwiesen, Sandbänke und Dünen). Hauptbelastungsthema für das Schutzgebiet sind Störungen durch Besucher. Durch den Einsatz von Bildungs- und Aufklärungsmodulen und einen vor Ort tätigen Ranger soll das Schutzgebiet besser gesichert und angepasst genutzt werden.

Auslauf des Riedensees nach dem Hochwasser am 14.01.2017

Ein- und Auslaufbereich des Riedensees zur Ostsee

angespülte erodierte Torfbrocken am Ostseestrand

ostseeseitiges Ufer des Riedensees

verlegter Auslauf des Riedensees zur Ostsee

Datencheck
Projektträger NABU Regionalverband Mittleres Mecklenburg e. V.
Gesamtkosten 193.500 T€
Finanzierungsanteil OSTSEESTIFTUNG 9.500 €
Zeitraum 2017 – 2019

Situation

Das Naturschutzgebiet "Riedensee" liegt zwischen den Hansestädten Wismar und Rostock, jeweils ca. 30 km entfernt dieser Städte. Direkt benachbart sind die Kleinstädte Rerik und Kühlungsborn. Das Schutzgebiet liegt innerhalb einer touristisch intensiv genutzten Küstenzone.

Mit vielfältigen anspruchsvollen Methoden soll das Verständnis für die teilweise nutzungseinschränkenden Maßnahmen im Gebiet erhöht und die Bereitschaft zur Einhaltung der Schutzgebietsregeln verbessert werden. Neben Bildungs- und Öffentlichkeitsaktivitäten sollen Verbesserungen bei der Besucherlenkung, im Arten- und Biotopschutz und zur Müllberäumung das Schutzgebiet aufwerten und einen nachhaltig bewahrenden Umgang gewährleisten.

Projektziele

Innerhalb der Aufklärungsmaßnahmen werden verschiedene Zielgruppen für die Schutzgüter und Schutzerfordernisse sensibilisiert. U.a. ist die Anschaffung und Ausstattung eines Infomobils vorgesehen. Durch den Ranger sollen proaktiv Führungen und daneben Kontrollaktivitäten umgesetzt werden. Mit diesen Maßnahmen und fachlicher Zuarbeit soll die Erarbeitung des FFH-Managementplanes unterstützt werden.

Unterstützend zur FFH-Managementplanung soll ein nachhaltiges Nutzungskonzept für Teilbereiche des Schutzgebietes unter Einbindung der relevanten Nutzungsgruppen entstehen und so die verbindliche Festlegung von wirksamen Schutzmaßnahmen vorbereiten.