Schutzkonzept Neuendorfer Wiek/Zessin

Berghang

Höckerschwahn im Flachwasser

Tausendgüldenkraut in den Salzwiesen

Grasnelken im Magerrasen

an der Neuendorfer Wiek

Datencheck
Projektträger BUND-Landesverband M-V e. V.
Gesamtkosten ca. 14 T€
Finanzierungsanteil OSTSEESTIFTUNG 11.875 €
Zeitraum 2014 – 2015

Situation

Das Projektgebiet liegt im Nordwesten der Insel Rügen, östlich von Trent. Es ist Teil von FFH- und Vogelschutzgebieten. Das Naturschutzgebiet "Neuendorfer Wiek und Insel Beuchel" schließt an den Breetzer Bodden an und liegt im Kern des Gebietes. Es ist zu großen Teilen im Besitz des BUND M-V und der Stiftung Umwelt und Naturschutz M-V. Der BUND betreut die Trockenrasen- und Waldbiotope seit 2009.

Ziele

Durch die Pflege- und Entwicklungsplanung sollen mit Nutzern abgestimmte flächengebundene Naturschutzziele erarbeitet werden. Sie dienen als Grundlage für eine geeignete Flächenarrondierung, Pachtverträge und die FFH-Managementplanung sowie die schonende Nutzung durch Landwirte, Angler, Anlieger und Besucher. Das Gebiet mit seinen Wasser-, Moor-, Wiesen-, Acker- und Waldflächen soll langfristig gesichert werden für den Arten- und Biotopschutz.

Ergebnisse

Der Pflege- und Entwicklungsplan empfliehlt vorrangig die Revitalisierung von Salzwiesen und -weiden nördlich und südlich des Zessiner Berges, der Reetzer Niederung und des Zessiner Berges selbst. Hierzu sollten weitere Flächen gekauft bzw. getauscht werden.

Für die Wiederherstellung der seit über 100 Jahren entwässerten Reetzer Feuchtwiesen mit ihren artenreichen Hecken sollte ein allmählicher Wasseranstau und der Anschluss an den Bodden für die direkt angrenzenden Bereiche erfolgen. Dieses Gebiet ist wichtiges Vorkommen des Fischotters, für dessen Bestandsstabilisierung mehrere Durchlässe unter der Kreisstraße geschaffen werden sollten.

Die artenreichen Sandmagerwiesen am Zessiner Berg benötigen ein spezielles Weide- und Pflegemanagement, um die dort vorkommenden gefährdeten Filzkräuter und Magerrasenarten zu erhalten.